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Urknall! Ragger bricht 2700er-Schallmauer Veröffentlicht am: 03.02.2016   Autor: von Alfred Eichhorn

Der 27-jährige Maria Saaler Großmeister Markus Ragger schreibt Schachgeschichte. Er bestätigt als erster Österreicher den elitären 2700er-Eloklub (Live-Rating-List).

GM Markus Ragger

Österreichs Schachrakete ist auf bestem Wege sich als „Supergroßmeister“ im Normalschach zu etablieren. Beim laufenden Prestigeturnier auf Gibraltar zelebriert Ragger im Karrierehoch die Top 5 im Mastersturnier und remisierte in großem Stil mit den Top-10-Kapazundern Hikaru Nakamura (US-Nr.1) und Maxime Vachier-Lagrave, Frankreichs stolzer Nummer eins. Beide Supergroßmeister (Naka: 2.816 Elo im Oktober 2015; MVL: Karrierehoch mit aktuell 2785 Elos) betreiben gegen ihn „Risikominimierung“ und klopfen in guter Blitztradition Theorievarianten im Sekundentakt herunter und setzen erst mit eigenem Denkprozess bei der zu erwartenden Neuerung ein.

US-Boy Nakamura setzte mit Erfolg auf seine königsindische Verbesserung, desgleichen tat gestern Maxime auf seinem „Gründfeld-Terrain“. Markus memorierte eine „MVL-Partie“ aus dem Jahre 2011 gegen GM Emil Sutovsky (ISR) und steuerte nach der Neuerung des Franzosen relativ sicher in den prestigereichen Remishafen. Und der Maria Saaler, die aktuelle Weltnummer 50 der Fide-Weltrangliste, bleibt damit sensationell weiter im Rennen um den ersten Rang dotiert mit 20.000/16.000/14.000 Englischen Pfund.

Der Schachklassiker auf Gibraltar wird von nahezu allen Top-Amazonen gestürmt, ist dort doch weltweit eins der höchsten Preisgelder (15.000 pound) für Damen zu holen. Und da zeigt sich Indiens GM Harika Dronavalli wenig „amused“ gegenüber ihren männlichen Kollegen, fegte taktisch „Frauenschach-Analytiker“ GM Nigel Short vom Brett und erreichte gestern ein starkes Remis mit GM Laurent Fressinet und hält bei 4,5 Punkten, einen weniger als Ragger im starken Paket der ersten Verfolger.

Und nebenbei: Maria Saals zweiter Supergroßmeister, der aktuell weltbeste Junior, GM Richard Rapport, verpasst den Sprung an die Solospitze nach einem Anzugsverlust gegen den nun mit 6 Zählern spanischen Sensations-Sololeader GM David Anton Guijarro. Eine weitere Topsensation kreiert der 5-Fache indische WM Anand mit einem zweiten Verlust: Diesmal verliert der indische Supersportler ein jeweils Vierbauernendspiel gegen den englischen IM Benjamin Gledura. Gut im Rennen ist auch der slowenische Bundesligaspieler für Feffernitz, GM Lena Lukic, nach einem fetten Remis gegen Nakamura.

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