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St. Veit Open - Leitner und Widowitz sind zum Nachlegen bereit Veröffentlicht am: 11.07.2011   Autor: von Alfred Eichhorn

Diese 30. Jubiläumsauflage der  int. Jacques-Lemans-Open St. Veit ist anders, jedenfalls anders als die letzten Jahre zuvor. Die stolze Vergangenheit huldigt man mit dem Mitternachtsblitzturnier (nach der Mittwochrunde), die neue Zukunft leitet der veranstaltende Verein SV Asvö St. Veit/Glan – möglicherweise – mit einem gänzlichen Bulletin-Verzicht ein. Der Mehrheit gefällt’s – Punkt!

Das bedeutet aber auch eine reges Auf und Ab bei den einzelnen Brettern. „Clevere“ Spieler verbergen ihre Mitschriften unterm Brett, denn die Frequenz von spielenden Kiebitzen an ihren Brettern hat sich auffallend erhöht – mal dingfest gemacht an der 3. Runde.

Leitner’ Spaßfaktor – Stolperstein für Rest?

Alles Gerald Leitner im A-Turnier diesmal? Nicht unmöglich, jedenfalls klappte der Start beim Gastspieler für Esv Admira Villach und „Tschaturanga-Eroberer“ – mit 3 Siegen – als Einzigem – vorzüglich. Mal schauen, ob er heute im Hit der Runde-4 seinen „Persilschein“ vom steirischen Gegner FM Gert Schnider unterzeichnen lassen kann.

„Brettlaus Alf“ prophezeit einen Schwarzsieg, etwaige Einsprüche kann/MUSS der „Weiße“ Schnider selbst am Tatort Spielbrett erledigen. Klappt’s mit der Prognose, darf „Alf“ weitermachen – sonst versucht er sich eine Etage tiefer – im B-Turnier, dem er leider als Spieler fernbleiben musste. Von Rang-2 bis 4 tummeln sich die 2,5-Punkter, voran der ital. IM Guido Flavio, dahinter der slowenische Mitfavorit FM Niko Pranzik, der Geheimfavorit und unglückliche „Finalrunden-Verlierer“ aus dem Vorjahr, NM Alexander Schmidlechner aus dem Ländle, ferner der Unbekannte Germane Thomas Schmidt, der treue Kärntner-Opengast Matej Kersic aus Slowenien sowie der Lieblingssohn aller Kärntner Schwiegermütter, der Vorjahressechste David Wertjanz aus Mittlern, sonst Spieler vom SC Die Klagenfurter.

Wertjanz konnte gestern den guten Lauf – leider – von „Lokalmatador“ und 75-jährigem Fernschach-Superoldie Dkfm. Peter Valent stoppen. Das Duo Attila Kiss und Daniel Hartl ist im 5-köpfigem Feld der 2-Punkter anzutreffen.

Drei Amazonen wollen reüssieren

Die drei Amazonen, mit WIM Karmen Mar (SLO), der 3-fachen Jugend-ÖM (U8,U10,U12) Anna Lena Schnegg (Landeck & Jenbach-Spielerin) und die zurückgekehrte Katharina Wild (D), kämpfen auch den besten Rang einer Amazone aus. Schnegg ist übrigens mit ihrem „Trainer & Betreuer“ GM Philipp Schlosser in St. Veit – herzlichen Dank, der Respekt bei mir gestern im direkten Tänzchen war gegeben, ich schenkte am Ende zum Remis ab. Mal schauen, was sie nun zeigen wird und mehr: ist die noch 12-jährige eine seriöse Kandidatin für das Damennationalteam?

St. Veit ist jedenfalls – dem Feld nach – ein interessanter Indikator für ihr Potenzial! Der neu dekorierte Meisterkandidat und Special-St. Veit-Gast, seines Zeichens auch Präsident vom Verband Burgenland, Mag. Manfred Bauer, hat 3 „legale“ Remis auf sein eigenes Konto bislang geschleust. Noch ist kein Einschreiten der FMA (Finanzmarktaufsicht) vonnöten. Wohl erst bei 3 Siegen en suite wird eine diesbezügliche Kontrolle – der dann fassungslosen (neidischen) Brettlaus Alf – beantragt. Es sei denn die Anzahl der spendierten Schnäpse steigt im selben Maß wie seine künftigen Siege – Quatsch, Schnaps ist Gift für mich, oder?

Seriös: 42 Brett-Akteure stellen sich dem A-Turnier und die Dichte ist stark. Einen Topfavoriten gibt es nicht!

„Stocklauser“ Widowitz untermauert B-Ambition

Vitamine, Geheimrezepte, oder doch einfach nur eine Bestätigung seines Talentes? Wer weiß es besser als er selbst: die Rede ist von Josef Widowitz, der vorläufig das gut besetzte B-Feld, mit insgesamt 76 Spielern, anführt.

Allerdings bedrängen den Stocklauser Weitensfeld-Spieler – gleichauf mit 3 Zählern, Oldie Franz Schachner, und der mir noch unbekannte Jakob Inführ. Im 2,5-Punkter Feld halten sich gar 10 Spieler auf, darunter Größen und ambitionierte Mitfavoriten wie Rauchlahner Robert jun., Oldie Herbert Titz, der treue St. Veit-Gast Roland Kuttnig, der Neovorstand des KSV, Walter Reßmann und, und...

Schachner konnte voriges Jahr mit 4- Zählern durchstarten, droht seinem Gegner heute, Inführ, etwa Ungemach. Brettlaus Alf ist außer Stande eine Prognose abzugeben – die Macht des Unbekannten...

Nicht vergessen, aber aus diesem Kreis hervorgehoben: Karl Lang, der Vizebürgermeister aus der Stadt Feldkirchen, der Obmann vom Schachverein Volksbank Feldkirchen. Mir eben lieb, weil er die Finanzen „seiner“ Stadt so schön verwaltet, das Minus sukzessive auf ein erträgliches Maß reduzieren kann – auch wenn dies einer bekannten Kärntner Tageszeitung verborgen bleibt. Recherche, Recherche, niemand als Brettlaus Alf weiß besser darüber Bescheid.

Und wer noch nicht müde vom vielen Lesen ist, oder dem einiges nicht klar ist, der erhält morgen einen klassischen Rundenbericht. Alf, die Brettlaus, verabschiedet sich für immer, obwohl die gierige B-Meute nach mir verlangt – allerdings nicht als Spieler!! 

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