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„Rätsel“ Kiss siegt schon wieder in Völkermarkt Veröffentlicht am: 06.08.2012   Autor: von Alfred Eichhorn

Der 52-jährige ungarische IM Kiss gewinnt zum dritten Mal in Völkermarkt. Mit einem Buchholz mehr fängt Kiss den Ranglisten-Ersten IM Mazi auf der Zielgeraden mit sensationeller Schützenhilfe des Überraschungsdritten Spelec ab. Magistrat Klagenfurt-Doppelpack gibt’s für Raschun jun. und Kölich im B-Feld sowie Jugendopen.

Die 11. Auflage der Völkermarkt Open im Rahmen der Alpen Adria Sportspiele 2012 ist geschlagen. Das kleinste, aber feine Schachturnier in Kärnten kann mit stolz auf eine ereignisreiche Schachwoche zurückblicken. „Es war eine sehr erfolgreiche und schöne Turnierwoche“, bilanziert Organisator Franz Krassnitzer mit „seinem“ Schachmaty Ruden. 

Zwei Runden vorm Ende sah’s nach einem Erfolg des Ranglisten-Ersten IM Leon Mazi aus. Doch der 53-jährige Slowene wurde vom späteren Überraschungsdritten, seinem famos agierenden Landsmann Darko Spelec, niedergerungen. Spelec vom Verein ZSK Maribor nahm das Turnier mit Startrang 18 und 1974 Elo in Angriff.

Kiss selbst verwaltete am Finaltag geschickt seine bessere Buchholzwertung und remisierte rasch mit FM Harald Genser. Der Turnierverlauf war für die 32-jährige „SC Die Klagenfurter-Stütze“ einfach abzuhaken. Allerdings tröstet den an Nummer drei gesetzten Genser sein passabler Endrang fünf.

Mazis Schlusssieg über seinen bis dahin ungeschlagenen jungen slowenischen Landsmann Anze Znidaric (6. Platz !!) verpasste den Gesamtsieg um einen Buchholz. Damit konnte sich der sympathische, ruhige Attila Kiss über einen weiteren Streich, den insgesamt dritten schon, in Völkermarkt freuen. Das junge Talent Znidaric, noch vereinslos, nahm seinen fantastischen Lauf mit dem letzten Startrang 35 (!!) im A-Feld und einer „mickrigen“ internationalen Elozahl von 1782 (nat. 1683) auf.

Conrad Mostögl, vom in spe neu strukturierten Verein SG Hypo Wolfsberg, bestätigte erneut seine Qualitäten im Finish, sprintete mit einem Überraschungssieg über Vukmirovic (SLO) auf den starken Endrang acht. Mit einem starken Ende kombinierte sich freilich auch PSV/Post Talent Florian Hribernig (sechs Remis in Folge) als Zehnter und bester Jugendlicher in die prestigereichen Top Ten. Allerdings prägten die Slowenen (Spelec, Drinovec (4.), Znidaric, Cojther (8.) den Verlauf – mit gleich fünf innerhalb der ersten Zehn. Für den Deutschen Markus Meudt reichte es nach punktuellen Erfolgen zu Rang neun.

Souveräner B-Sieg von Gerhard Raschun

Der 41-jährige Gerhard Raschun jun. eroberte früh die Spitze im starken B-Feld und verwaltete danach geschickt seinen eroberten ersten Platz. Sein Comeback nach etlichen Jahren Pause und circa einer Meisterschaftssaison wurde damit von einem ersten Erfolg gekrönt. Der mitgehandelte Favorit nahm die neun Partien mit Startnummer sechs auf, finalisierte zu starken sieben Endzählern und einem Punkt mehr als der 26-köpfige Rest im Feld.

Der zweite Rang wanderte dank besserer Buchholz (37,5 gegenüber 34,5) nach Deutschland mit dem „Saal-Veteran“ Stefan Schmidt. Eine famose, zumeist sehr konzentrierte Turnierleistung bot auch Franz Josef Topolovec. Der Zugzwang Klagenfurt-Spieler, Fernschachmeister, Akademiker und Kärntens oberster Schulschachreferent hatte diese souveräne Darbietung wohl selbst nicht ganz auf seiner Rechnung. Jedenfalls herzliche Gratulation dazu.

Desgleichen auch an die weiteren Kategorie-Abnehmer von Rang eins bis drei mit der besten Dame Hannah Sommer, dem A-Champion Conrad Mostögl, vor Hribernig und Gerhard Hierreich sowie dem „Seniorensieger“ Karl Zeber und dem Dritten Paul Kogler aus Maria Saal. Für die Setznummer eins Wolfgang Guetz blieb Rang sieben mit 5,5 Zählern stehen. Dieselben Finalpunkte brachten Markus Chiodo, Gregor Glovenik und Manfred Thurner auf ihr Konto. Das Trio landete damit in den Preisrängen vier bis sechs.

Andreas Kölich krönt sich zum Jugendsieger

Am Schachnachwuchs von Magistrat Klagenfurt war beim 8. Jugendopen in Völkermarkt kein Vorbeikommen. Der 14-jährige Andres Kölich siegte mit 8,5 Punkten und einem halben mehr souverän vor seinem gleichaltrigen Vereinskumpel Fabian Proprentner. Für „Titelverteidiger“ Markus Eberhart reichte es diesmal zu Rang drei – nach seinem Erfolg in St. Veit und zuvor in seiner Heimatstadt. Dahinter bauten sich mit Luca Topolovec und Mathias Sternig (VST Völkermarkt Gojer, Trainer: Klaus Wernig) zwei mögliche weitere junge Talente auf. 12 Kids waren unter insgesamt 74 Spielern in der Neuen Burg diesmal am Start.

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