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Mosers Titelreigen nimmt Konturen an Veröffentlicht am: 02.01.2013   Autor: von Alfred Eichhorn

 

Das „Comeback“ der Wolfsberg Open ging an kroatischen Sieger GM Zoran Jovanovic. Der Kärntner Landesmeistertitel an IM Eva Moser.

 

Wolfsberg Open Champ Jovanovic
Der Gewinner des Wolfsberg Open - GM Zoran Jovanovic

 

Im Musikhaus St. Stefan im Lavantal wurde definitiv auf international hohem Niveau kombiniert. Der in der Führungsspitze umgekrempelte Schachverein Wolfsberg sorgte allemal für perfekte Bedingungen und  attraktive Preise. „Es ist ein Herantasten“, erzählt der selbst erfolgreich mitspielende Turnierdirektor Ewald Rass, „wir wurden von allen Seiten mit Komplimenten von den Teilnehmern überschüttet.“ Fakt ist: Zum nach 30 Jahren wieder aus dem Boden gestampften Wolfsberg Open müssen „nächstes Jahr“ mehr nationale Spieler und Spielerinnen kommen. „Wir denken dann auch an ein B-Turnier“, ergänzt Rass. Bloß 60 Teilnehmer sind für so ein fantastisches Open auf jeden Fall zu wenig.

Dem Verlauf selbst drückte erfreulicherweise IM Eva Moser ihren Stempel auf. Mit vier aus vier startete WGM Moser fulminant, steuerte wohl auf einen ihrer größten Erfolge zu. Nach dem Remis gegen Jovanovic folgten allerdings zwei Verluste gegen Topfavorit und Startranglisten-Nr. 1 GM Zdenko Kozul und Ungarns GM Imre Hera. Mosers Bilanz war dennoch zufriedenstellend mit Rang neun am Ende, quasi dem vorzeitigem Titelgewinn nach 5 Runden und dem Einlauf als bester Österreicher. Allerdings schnappte der 30-jährigen Wahlgrazerin den Frauenpreis ihr stark aufspielendes Titelpedant Karina Szczepkoswka weg. Zumal das direkte Duell in Runde vier auch an Moser ging. Und: Die Polin zeigte Moser angeblich auch den möglich verpassten Sieg im Duell mit Wolfsbergs Bundesligisten und späterem etwas „überraschenden“ kroatischen Turniersieger GM Zoran Jovanovic, der im „Schlüsselfight“ um Rang eins seinen topfavorisierten Landsmann GM Zdenko Kozul (Endrang 4) bezwingen konnte. 

Bei der angedockten Kärntner Einzellandesmeisterschaft genügte Mosers starker Beginn schon zum frühen Titelgewinn. Obgleich ihr mit dem mitfavorisierten „Klagenfurt(er)“ FM Harald Genser und mit dem sensationell agierenden Markus Koban, vom Veranstalterverein Wolfsberg, zwei Spieler punktegleich (4,5) noch an die Pelle rückten. Rang vier ging an weiteren „Superoldie“ mit Arnulf Ramusch (Maria Saal) und Position 5 an den zu Beginn herzhaft aufspielenden Ex-Veranstalterpräsidenten Roland Sternat. Die Kategorie mit 2000 bis 2199 wurde eine Beute der Grazer Allzeitgröße Klaus Nickl – auch ehemalige Kärntner LM! Friedrich Fritzer zeigte Gefallen an der Kategorie kleiner 1800, Platz 3 sicherte sich Finkensteins „Uhrenmeister in spe“ Sandro Tscheinig. 

Zwei Kärntner mischten darüber die unter-2000-Wertung auf: Sieger Markus Koban, Dritter Ewald Rass. Die Altersgruppe S60 nahm „standesgemäß“ IM Georg Danner vor Nickl in Beschlag. Für MK Heimo Töfferl blieb Rang vier, für Neo-Einsteiger MK Albert Smole Rang sechs. 

Die weiteren Topränge und Platzierungen sind auf Wolfsbergs eigener Homepage und „chessresults“ ersichtlich. Das Turnier selbst wurde erfolgreich von Fideschiedsrichter Franz Kraßnitzer geleitet. Mit im organisatorischen Führungsstab waren auch Heimo Töfferl und der nicht aus diesem Kreis als Einziger mitspielende Gerald Waldmann. 

Das Siegerfoto mit den Top drei stellte Melanie Töfferl zur Verfügung.

 

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