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Moser & Ragger spielten famose EM Veröffentlicht am: 18.03.2010   Autor: von Alfred Eichhorn

Es gab leider kein versöhnliches Happyend für unsere zwei nationalen Schachhelden Eva Moser und Markus Ragger am Schlusstag bei der Einzel-EM im kroatischen Rijeka: War es für Ragger die verflixte 10. Runde mit seinem ersten Verlust im Turnier gegen den Tschechen David Navara (2.704), ereilte Moser gestern das selbe Schicksal gegen die Griechin Yelena Dembo. Beide verpassten damit die Abfahrt zum World Cup (WM-Qualifikation) ziemlich unglücklich, eigentlich dramatisch!

Moser Eva
Moser Eva

Eva hatte das Ticket fast schon als 9. in der Tasche, Markus leistete sich in schöner Gewinnstellung gegen Navara wohl eine für ihn sehr teure, taktische Fehlkalkulation. Aber ehrlich: Die 22-jährige nationale Nummer 1 schloss „seine“ EM mit dem Superrang 46 und seinem ersten „glücklichen“ Remis über Kobalia (RUS) und einer saustarken Eloleistung von 2.724 ab. Als Erinnerung: Sein Startrang war 122 und er hatte 30 RUSSEN (!!) vor sich. Das ist fast nur im Schach möglich. Bereinigt man diese Statistik auf ein nationales Maß, katapultierte sich der Maria Saaler mitten hinein in Europas Elite um Rang 15!!

Ragger mit Naiditsch als bestem Germanen fast gleichauf

So war er schon jetzt auf absoluter Augenhöhe mit dem besten Germanen Arkadij Naiditsch, der auch mit 7-Zählern auf Stelle 41 abschloss. Ein flüchtiges Detail zwar, aber ein für die Zukunft bestimmendes. Markus Ragger hat definitiv das Zeug für die Top 100, er wird auch noch zu der einen oder anderen Qualifikation kommen. Moser spielte ihre WM-Quali schon und hat jetzt erneut ihr Talent mit dem Spitzenrang 20 eindrucksvoll zur Schau gestellt. Man darf beiden herzlich zu ihren „bärenstarken“ Leistungen gratulieren.

Neubauer, Kreisl & Baumegger bestätigten ihren Status

Martin Neubauers Leistung war quasi identisch mit seinen derzeit 2.465-Punkten. 5,5-Punkte waren o.k. und bald wird es auch für ihn mit einer 1. GM-Norm klappen. Siegfried Baumegger schaffte ebenso 5,5-Zähler, auf einen halben weniger kamen Robert Kreisl und Gerhard Schroll.
Der Russe Ian Nepomniachtchi und die Schwedin Pia Cramling sind Europas neue Schachdirigenten.

Weiterführende Informationen

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