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Kärntner Landesmeisterschaft 2026
Vom 22.02. bis zum 24.10. findet die Kärntner Landesmeisterschaft 2026 statt.
Die Gesamtspielzeit ist unwesentlich kürzer, mit der 30 Sekunden-Zugabe pro Zug wird akute Zeitnot gemindert. Und mit dieser Zeitvariante kann außerdem eine internationale Norm anvisiert werden. Die Toleranzgrenze für die Partieaufnahme beträgt nun 15 Minuten, anstelle der bislang üblichen von einer Stunde. Und Techelsberg/Pörtschach samt seinem Obmann Walter Wohlfahrt grüßen als neuer aktiver Verein.
Das Motto in der Liga und Unterliga ist wohl identisch: Alle jagen Maria Saal. In der Elite-Etage zählen ferner „Die Klagenfurter“ und die St. Veiter zu seriösen Titelaspiranten. Maria Saal hat wohl das Ziel umgehend in die 2. Bundesliga zurückzukehren. Dafür könnte auch Rang zwei bis vier theoretisch reichen. Beim Auftakt lief es noch nicht rund für den haushohen Favoriten aus der Domgemeinde, SSZ/Magistrat Klagenfurt setzte ordentlich zu: Das slowenische Duo Zvan/Kosmac vermasselte Johann Ertls Comeback und auch Georg Halvax seinen Auftritt am Spitzenbrett. Maria Saal war vielleicht irritiert, konterte aber zum 4,5:3,5-Erfolg.
Der Hit „Klagenfurter“ gegen St. Veit war lange offen, mit einigen Vorteilen der Herzogstädter. Aber die Routine gab wohl den Ausschlag für die „Lindwurm-Acht“, sie boxte sich zum glücklichen 4,5:3,5 durch. Als auffälligster St. Veit-Spieler entpuppte sich Patrick Di Vora mit einem Prestige-Erfolg gegen Leopold Jakits! Das neue Jugendbrett hatte damit einen Einstand nach Maß – Gratulation. Das erfolgreiche Lindwurm-Trio: Kurt Petschar, Stefan Steiner & Georg Putz!
Schachmaty Ruden grüßt als neuer Leader – zum ersten Mal in der noch jungen Vereinshistorie (4. Saison). Gegner, Aufsteiger HSV/Gabor Spittal war überfordert, brachte allerdings – vier Jugendliche – an den Start. Toll, dafür sollte zumindest eine künftige Strafe vom KSV gestrichen werden. Realist Werner Angerer hat’s ja bereits im Vorfeld gesagt: „Wir sind nicht für die Liga gerüstet, aber unsere Jugend will’s probieren.“ Für Filip Burusic hat es ja schon mit einem Einzelsieg geklappt und andere Akteure werden sicherlich noch folgen. Nur ob man damit dem Abstieg entfleuchen kann?
Gegner Lienz wird der Trip zu den Postlern wohl noch länger in Erinnerung bleiben. Jedenfalls wurden sie mit 5,5:2,5 mächtig entzaubert. Nur Jugendkanone und Schachautodidakt Robert Rieger war heiß, sicherte sich das hochprozentige Jugendduell mit Florian Hribernig. „Erstaunlicherweise wurden alle vielversprechenden Angriffsattacken zu 100 Prozent verwertet“, teilte Spieler Albert Smole mit. Er ist ein Vorbild für die Jugend, aber weiß auch um die Defizite einer authentischen Berichterstattung. Meine E-Mail-Adresse: a.eich@hotmail.com. Die Dolomiten-Acht wurde mit 5,5:2,5 geschlagen.
Ein enttäuschender 4:4-Endstand für Finkenstein. Überraschend wurde Vojko Mencinger, der mit 51-Jahren im Sommer den IM-Titel unter Dach und Fach bringen konnte, von der slowenischen Nationalspielerin Vesna Rozic entzaubert. Sport-Oldie Armin Frey zerstörte Kahligs-Superlauf. Harald Juritsch fixierte das Remis. Gratulation, Albert Legat wird am 22. Oktober 78 Jahre jung und ist hoffentlich dann zu schlagen.
Heimo Töfferls Auftritt am Spitzenbrett war noch nicht mit Erfolg gesegnet, er musste die Segel streichen gegen Simon Jeric. „Aber wie du Heimo so ich dir“, dachte sich Gerald Waldmann und fixierte den Ausgleich im inoffiziellen Ländermatch mit Slowenien – sensationell gegen Kavcic. Powerlady Sarah Zöhrer machte am Jugendbrett den überraschenden 4,5:3,5-Erfolg dingfest.
Der aktuelle Liga Report wird von Alfred Eichhorn verfasst und dem Kärntner Schachverband freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Sie erreichen den Autor unter a.eich@hotmail.com. Feedback und Anregungen zu unserem Liga Report sind herzlich willkommen und können auch an info@schachportal.at gesendet werden, oder Sie benutzen unser Kontaktformular.