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Lenic-Feffernitz verteidigte Führung mit Haut & Haar Veröffentlicht am: 15.03.2011   Autor: von Alfred Eichhorn

Der Kärntenpart mit den drei Derby-Kampftagen im Rahmen der 2. Schachbundesliga Mitte lieferte Unterhaltungswert pur, hatte aber vor allem mit ZH Technologies Wolfsberg ein Stehaufmännchen ersten Ranges produziert. Nebenbei war die scharfe Schachkost von GM Luka Lenic, FM Fred Wegerer und FM Erich Steflitsch für ihre jeweilige Konkurrenz absolut ungenießbar.

Gastgeber Helmut Löscher blickte im eigenen Freizeitcenter Feffernitz wohl angespannter als sonst auf die restlichen Derby-Mitstreiter SC Die Klagenfurter, MPÖ Maria Saal und vom bisherigen Ablauf gepeinigten Wolfsberger.

Gleichwohl gehörte die Aufmerksamkeit am Spieltag eins der Truppe von Maria Saal, mit ihren Saisondebütanten Bruno Stadler & Arnulf Ramusch. Das Ergebnis der Begegnung mit der starken Mannschaft von Feffernitz war zwar ein  0,5:5,5-Verlust, konnte vielleicht aber mit dem in Mode kommenden Trend, jedem verdienten Vereinsspieler ein „BL-Gastspiel“ zu ermöglichen, abgehakt werden.

Hingegen takteten Waldmann & Co. gut gegen die Klagenfurter, begnügten sich mit einem 4:2-Sieg unter der Rubrik: es hätte ein Punkt mehr sein können, je ein halber bei Steflitsch &Waldmann nämlich.

Wolfsberg demütigt Leaderstatus von Feffernitz

Danach lief das bislang enttäuschende Wolfsberg zu einem Entertainer allererster Sahne auf: Im Duell mit Feffernitz zogen Steflitsch, Wegerer und die kroatischen GM sämtliche Register, zeigten erstmals ihre eigene Kapazität mit einem furiosen 4,5:1,5-Triumph auf. Unbeeindruckt war bloß der slowenische GM Luka Lenic, er siegte weiter und steigerte seine eigene Performanceshow auf über 2.800-Elos zusammen mit seinem weiteren Sieg am Finaltag. Das Duell Maria Saal gegen Die Klagenfurter endete mit 2,5:3,5.

Wolfsberg nimmt zu Viert den Kampf auf

Den Vogel schossen Waldi & Co. buchstäblich in ihrem Duell mit Maria Saal ab. Sie kreuzten bloß zu Viert auf, die zwei Frontbretter verpennten hochoffiziell. Das Ärger-Potenzial bei Coach & Spieler Gerald Waldmann war seiner Aussage nach: gewaltig! Nichtsdestotrotz schaffte er es, Sascha Reschun ein Remis in beiderseitiger Zeitnot zu entreißen. Die Begegnung endete mit einem knappen 3,5:2,5-Sieg für Wolfsberg. Ein zweigeteilter Waldmann zieht Bilanz, ehe es für ihn und seinen Verein als Gastgeber der gemeinsamen Finalrunde ernst wird: „Mit drei Punkten Rückstand auf Feffernitz und zwei auf Verfolger Austria Graz ist der Aufstieg kein Thema mehr“. Vielleicht springt man auch dort auf den modernen Zug auf und beschert verdienten Vereinsspielern einen ersten Einsatz.

Resümee

Wolfsberg dominierte die Derbys mit drei Siegen, Leader Feffernitz verteidigte seine Führung mit zwei Derbysiegen, hat nun allerdings mit Austria Graz einen neuen seriösen Herausforderer um den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Wolfsberg konnte auf Rang drei vorstoßen. Für Maria Saal gab’s den fast bedeutungslosen Rückfall von Position zwei auf sechs. Das Nebengeräusch, mit einem möglichen Abstieg, ist kaum wahrnehmbar. Anders hingegen bei SC Die Klagenfurter: Zwei Verluste und ein Sieg bedeutet für den Stangl-Express vorläufig Rang neun, damit heftig involviert im Existenzkampf um drei Ränge. Doch auch hier könnte die Routine von Titz, Petschar, Genser und Co. das Pendel deutlich in Richtung sicherer Klassenverbleib bewegen. Nicht außen vor geht auch die feine Tatsache, mit einer starken Lauerstellung der Ligaacht, im Duell mit Admira Villach. Der Topscorer der Liga, Robert Rieger, konnte zudem seine Bundesligapremiere, mit einem Sieg über Bruno Stadler, erfolgreich gestalten. Ob’s für ihn weitere Einsätze geben wird, steht in den Schachsternen.

Resultate, 2.Schachbundesliga: Maria Saal – Feffernitz 0,5:5,5; Wolfsberg – Klagenfurter 4:2;  Wolfsberg – Feffernitz 4,5:1,5; Klagenfurter – Maria Saal 3,5:2,5; Maria Saal – Wolfsberg 2,5:3,5; Klagenfurter – Feffernitz 1:5.

Tabelle, 8 Runde: 1.Feffernitz 13, 2.ESV Graz 12, 3.Wolfsberg 10, 4.Straßenbahn Graz 9 (25,5), 5.St Valentin 9 (25), 6.Maria Saal 9 (24), 7.Steyregg 7, 8.Ansfelden 6 (23,5), 9.Die Klagenfurter 6 (21,5), 10.Styria Graz 6 (18), 11.Sauwald 5 (21), 12. Gleisdorf 4 (20).

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