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Kärntner Landesmeisterschaft 2026
Vom 22.02. bis zum 24.10. findet die Kärntner Landesmeisterschaft 2026 statt.
Die 18-jährige Maria Krassnitzer hat zwar mit einem Finalverlust gegen die Steirin Vanessa Stallinger Rang zwei gegen die vorbeiziehende Tirolerin Chiara Polterauer verloren, aber erfreulicherweise U18-Bronze über die Zweitwertung gegen ihre erfolgreiche Rivalin verteidigt.
Der Titel ging verdient an das steirische „Schach-It-Girl“ Laura Hiebler (16), die souverän ihren Favoritenstatus (6 Pkte., 2 „x“) im 12-köpfigen Amazonenfeld während der Karwoche wahren konnte. Schöner kann Krassnitzer ihre Jugendkarriere nicht abschließen als mit diesem Rang drei. Herzliche Gratulation jedoch an alle drei. Freilich gut geschlagen hat sich auch die zweite Kärntnerin im Feld mit Sarah Zöhrer (17). Der fünfte Endplatz ist keineswegs eine Enttäuschung für Feffernitz’ erste Denksportamazone.
Der Wiener FM Christoph Menezes hatte im Prinzip Rang eins nach seinem Sieg über seinen Vorarlberger Startranglisten-Boss Luca Kessler bereits in der Tasche. Mit seinen sechs Punkten und einem Zähler Vorsprung auf Kessler hat er verdient diesen „wichtigsten“ Nachwuchstitel an sich reißen können. Zudem hat Christoph sich selbst damit ein schönes Geburtstagsgeschenk (21. April) besorgt. Im Übrigen wandert Rang drei an den Gleisdorfer-Akteur Maximilian Ofner als bester innerhalb von vier Spielern mit je 4,5 Punkten.
Für Kärntens zwei Maturanten Florian Hribernig und Wolfgang Guetz gab’s die finalen Positionen neun und 15. Der SC Maria Saal-Ligaspieler konnte gute drei Plätze gegenüber seiner Startnummer wettmachen. Der SV Asvö St. Veit-Ligatopscorer Guetz wird mit seinem Abschneiden nicht ganz zufrieden sein, hatte er doch schon viel bessere Resultate unter Dach und Fach gebracht.
Das Resümee bei der U16-Jugendmeisterschaft fällt für Kärnten leider enttäuschend aus. Die medialen Vorschusslorbeeren und wohl auch sonst waren definitiv höher angesiedelt. Jetzt gilt es zu analysieren und Änderungen vorzunehmen im Hinblick auf nächste U16- und vor allem U18-Nachwuchsmeisterschaften. Julian Bachlechners Endrang 13 ist fünf Ränge schlechter als seine Ausgangsnummer; Nils Arztmann auf der 14 nahm mit Nummer 12 das Rennen auf. Nils jedoch kann sich noch im nächsten Jahr verbessern. Just gefallen ist das steirische Supertalent Martin Huber nur einmal gegen Burgenlands vielversprechenden MK Florian Mesaros. Freilich sonst hat der 15-jährige Fidemeister Martin-Christian dem Rest eindrucksvoll seinen U16-Stempel aufgedrückt. Davon weniger überzeugt sein wird der Wiener Verfolger Valentin Dragnev, der eben erst 15 Jahre alt geworden ist. Er konnte Huber bezwingen und mit Mesaros am Finaltag noch Remis machen.
Das U16-Titeltiket bei den Mädchen fährt nach Niederösterreich mit seiner angereisten Topfavoritin Denise Trippold (16). Am Ende fiel die Entscheidung zu ihren Gunsten hauchdünn um einen Zweitwertungspunkt gegenüber dem steirischen Supertalent Venla Lymysalo mit erst zarten 13 Lenzen am Buckel. Doch Trippolds Sieg war verdient, denn sie hatte im direkten Duell die Nase vorne. Min Wu aus Wien sicherte sich gleichermaßen ihr U16-Podium über die Zweitwertung gegenüber Steirin Jasmin-Denise Schloffer. Für Kärntens Teilnehmerin Alexandra Tscharnuter stehen ein Achtungserfolg, zwei Remis und der vorletzte Rang im 10-Spielerinnen-Feld zu Buche. Da ist freilich auch noch Luft nach oben ...
Abermals Lob von den anderen Teilnehmern hamsterte Kärnten als Gastgeber. „Wir haben im prädestinierten Jugend-Ambiente von Cap Wörth geliefert was sich alle TeilnehmerInnen von uns auch erhofft haben“, zieht Franz Kraßnitzer ein positives Resümee.
Ach ja, ein persönlicher Nachschlag von Maria Krassnitzer: „Der Partieverlust am Schlusstag war überflüssig, aber über Endrang drei und meine erste nationale Jugendmedaille freue ich mich natürlich sehr“, so Maria, die damit ihre Jugendkarriere mit diesem Jahr an den sprichwörtlichen Nagel hängen wird. Freilich im Damenschach weitere (ebenso erfolgreiche) Akzente setzen will und auch wird. Auf diesem Wege allen ein schönes Osterfest.
Alfred Eichhorn