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Kärntner Blackout bei Bundesliga-Auftakt Veröffentlicht am: 21.10.2016   Autor: von Alfred Eichhorn

(W)irres Kärntner Derby mit Feffernitz & St. Veit endet erneut 3:3. Ragger rettet Maria Saal zwei Punkte.

Österreichs Edelklasse mit der 1. Bundesliga produzierte auch diesmal im burgenländischen Mattersburg einen holprigen Start. Just das Derby mit St. Veit und Feffernitz gerät wiederum – unfreiwillig – in die Schieflage. Im Vorjahr mit einer „Notsechs“ zu einem 3:3 und nun auch mit einem wechselseitigen Who is who zum selben Endscore. Dabei haderte vor allem Feffernitz, da ihr slowenisches Spitzenduo Lenic & Sebenik zu spät eintraf, einfach den falschen Spielort ansteuerten und danach mitzittern mussten wie die restlichen vier Teamkollegen sich mit einer famosen Einzelleistung zu einem bärenstarken 3:3-Ausgang dank siegreichem Duo, Debütant GM Alexandre Danin (GM Brkic) und Jure Zorko über IM Hölzl zogen. Ex-ÖS IM Peter Schreiner und IM Andreas Diermair schafften zudem eine Punkteteilung mit GM-Duo, Antoniewski aus Polen sowie kroatischem Rogic.

Aber auch Titelverteidiger Maria Saal tat sich besonders schwer gegen Wulkaprodersdorf. Bedurfte einmal mehr einer finalen Superleistung ihres heimischen Topstars GM Markus Ragger, um letztlich das wichtige 3,5:2,5 unter Dach und Fach zu bringen. In Carlsen-Manier, mit wohl geopferter Minusqualität, stellte unsere nationale „Supereins“ seine außerordentlichen Endspielkapazitäten zur Schau, rang den armenischen Titelkollegen Hrant Melkumyan mit zwei auf a- und b-Linie verbundenen Freibauern sehenswert nieder. Hohen Anteil an zwei Auftaktpunkten hatte ferner ein blendend disponierter IM Robert Kreisl, der IM Volkmann verhältnismäßig glatt überspielte. Ein feiner taktischer Nadelstich zuerst und in Folge eine spielentscheidende Grundreihenfesselung entscheidet das Jugendduell von Burgenlands großer Nachwuchshoffnung FM Florian Mesaros über FM Georg Halvax, dem dieses schottische Hauptabspiel als Anziehender dabei aus den Fugen geriet. 

Die absolute Überraschungsschiene bediente aber ein blendend disponierter IM Harald Schneider-Zinner, der GM Alexei Shirovs taktische Fertigkeiten mit einem staubtrockenen Dameninder hintan hielt, erstaunlich „easy“ zu einem gleichwertigen Damenendspiel abwickeln konnte. Gratulation! Immer wieder für „eine“ Negativsensation zu haben auf österreichischem Boden ist offenbar Deutschlands GM Uwe Bönsch, nach einem wenig programmierten Verlust gegen Mario Kuess vor etlichen Saisonen, überließ er gestern „Nobody“ Johannes Steindl den ganzen Zähler. Die Elodifferenz dabei betrug ca. 500 Punkte. Erster Leader ist FM Matt Fabians Götzis nach einem 5:1-Kantersieg über Nickelsdorf. Feffernitz prallt heute, in Spielrunde-2, ab 14 Uhr auf Absam; St. Veit auf St.Valentin sowie Maria Saal gegen Aufsteiger Nickelsdorf.  Dabei sind mindestens fünf Punkte eingeplant.

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