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Kärntner Landesmeisterschaft 2026
Vom 22.02. bis zum 24.10. findet die Kärntner Landesmeisterschaft 2026 statt.
Das gilt aber nicht minder für Mazi. Der 51-jährige Slowene ist eine Brettinstitution als mehrfach-dekorierter Champion. Und er will definitiv seine Nummer-1-Ausgangslage zu einem nächsten Triumph nutzen. Das pikante Duell mit seinem Schüler Hartl endete für ihn, den Trainer, mit der ausgespielten Punkteteilung. Niko Praznik, ein weiterer Topkandidat für ganz vorne, schaffte den erwarteten Sprung mit seinem Sieg über Dirk Ermel (Ger) zum vorläufigen Leader-Quartett mit je 2,5-Zählern. Daniel Hartl scheint seine leichte Formkrise überwunden zu haben, ist jetzt bereit für alles. Er wartet auf Gegner Niko Praznik, eine weitere Neuauflage. Das Finalspiel endete vor zwei Jahren ja mit Remis. Voll im Geschäft ist auch David Wertjanz, der jüngste unter den „vier“ regionalen Musketieren (Halvax, Hartl & Genser). Auf ihn lauert Franz Karsten, ein starker Germane, der hier schon einige nachdrückliche Akzente im Turniersaal setzen konnte. Ein Höhepunkt wird auch das Kärnten-Derby von Georg Halvax mit dem gefährlichen „Underdog“ Robert Hafner. Der Maria Saaler steht dabei allerdings unter Siegeszwang, um seinen Anspruch nach ganz vorne nicht aus dem Auge zu verlieren.
Spitze: Genser/Mazi; Hartl/Niko Praznik; Wertjanz/Karsten; Attila Kiss/Rüdiger Schmoldt (!); Halvax/Robert Hafner.
Egal, wer am Brett im B-Bewerb ihnen gegenüber sitzt – er wird derzeit vom fantastischen Trio Franz Schachner (Saalfelden); Gerhard Friedl (Mattighofen) sowie David Hackl (Die Klagenfurter) mit Powerzügen vor vollendete Tatsachen gestellt. Wie überraschend das für ihre Gegner ist, kann man beim Blick auf die Startrangliste ermessen: Es führt die Nummer 30, vor 17 und der 29 mit dem Punktemaximum von drei Punkten das 68-köpfige Feld an. Gestern boxte Schachner sein Bird-Programm zu Lasten des Stocklausers Josef Widowitz voll durch, siegte mit Elan. Ähnlich dominant die Darbietung des Oberösterreichers Friedl, der die Nr. 1, Gerhard Raschun, nicht weniger frech im klassischen Aljechin-Chatard-Angriff (Franzöischer-Komplex) vor unlösbare Brettkonsequenzen stellte. Der 51-jährige Oberösterreicher, der früher (?) eher seinen Faible für seltene Eröffnungen bekundete, kann’s definitiv auch/besonders in einem konventionellen Spielaufbau. Sie zu stellen wird daher alles andere als leicht für die Top 10 in der Startrangliste. Gut verdaut hat Walter Lattacher, die Nr. 2, seinen Auftaktverlust gegen Andreas Guetz. Der Stocklauser umschiffte die Mauertaktik seines jungen Gegners Florian Hribernig in dessen Pirc-Aufbau mit einem dynamischen Königsdurchbruch zum schönen Endsieg. Paul Imarah schaffte gestern ein Remis. Der sympathische Wiener Alexander Newrkla bestraffte eine Ungenauigkeit seines Gegners Florian Wiesbeck zu seinem Sieg.
Spitzenpaarungen, 4. Runde: Imarah/Schachner; Hackl/Friedl; Newrkla/Florian Pracher; Alfred Eichhorn/Slavko Marjanovic.
Im Jugendopen hatte Milena Sommer im Amazonenhit um die vorläufige Spitze das Nachsehen. Sie verliert den Überblick in einem „toten“ Läufer-Bauernendspiel, lässt den König ihrer Gegnerin Petra Kejzar zu viel Spielraum. Die Konsequenz: ein Verlust anstelle eines sicheren Remis! Der Wiener Bertalan Molnar hievte sich mit seinem Sieg über Gregor Globevnik in die Favoritenrolle, trifft jetzt im richtungsweisenden Duell auf Kejzar. Aufs Podest springt Markus Fasching mit seinem Sieg über Leopold Schein. Georg Staller erwischt Felix Fechner am falschen Fuß, lauert auf der Vier zum Sprung in die Top 3.
Auswahl, 4. Runde: Molnar/Kejzar; Franco Nieddu/Fasching; Miha Globecnik/Staller.
Weiterführende Informationen:
Ergebnisse Chess-Results
St. Veit Open Homepage