
Jubiläumsbuch vom Legendenklub der Austria Klagenfurt hier erhältlich:
https://austriaklagenfurtlegenden.at
Kärntner Landesmeisterschaft 2026
Vom 22.02. bis zum 24.10. findet die Kärntner Landesmeisterschaft 2026 statt.
Die ersten vier Runden beim 1. Bundesliga-Auftakt im burgenländischen Mattersburg waren definitiv an Spannung und Dramatik sowohl im Kollektiv als auch am Schauplatz Einzelpartie kaum zu toppen. Dank dem überragenden Duo GM Matej Sebenik (3/3) & Ex-ÖS Peter Schreiner (3/4) kommt der Helmut Löscher-Kader sogar als strahlender Leader am 23. März 2017 in die St. Veiter Blumenhalle. Kärntner Schachherz was willst du mehr? Freilich muss sich der neue „Platzhirsch“ am Schlusstag herzlich bei Hohenems bedanken, das Topfavorit Jenbach ein fulminantes 3:3 abtrotzen konnte. Dabei kredenzte GM Falko Bindrich (!) am Einserbrett gegen GM Liviu-Dieter Nisipeanu die Toppartie auf, entzauberte den Siebenbürgener nach 18 Zügen mit tollem Damenopfer auf g7! Tipp: unbedingt nachspielen. Das gilt im Übrigen auch für IM Diermairs sehenswertes Abspiel gegen das Budapester Gambit in Runde 2. Die Teambilanz von Feffernitz: 3:3 mit St. Veit; 4:2 über Absam & Nickelsdorf) sowie 3,5:2,5-Sieg gegen Wulkaprodersdorf.
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, das musste leider auch Maria Saal – obwohl Debüt von Weltklassespieler GM Pentala Harakrishna (Endspielsieg über GM Shirov) – im absoluten Schlagerspiel gegen Titelrivale Jenbach erkennen. Trotz einer 2:4-Ernüchterung von Ragger (2/4 Pkte. – Verlust gegen Nisipeanu) und Co. darf der Domkader nach dem folgenden Punkteverlust von Jenbach weiter mit einer erfolgreichen Titelverteidigung liebäugeln. GM Buhmann (4 x „X“) und GM Predojevic (2,5/4) blieben aber ungeschlagen. FM Georg Halvax stehen zwei Siege und ein Verlust zu Buche. Bilanz: 2:4 Jenbach; 4,5:1,5-Sieg gegen Nickelsdorf & Bregenz; 3,5:2,5 über Wulkaprodersdorf.
Nicht Fisch und nicht Fleisch im Hinblick ganz nach oben gilt einmal mehr für den nächsten Gastgeber SV St. Veit. Die Bilanz jedoch mit einem Sieg und drei Remis ist ansprechend, reicht überdies für den beachtlichen Zwischenrang vier. Aber man hätte sich diesmal einen zweiten GM Davor Rogic (3/4) und vor allem IM Thorben Koop (2,5/3) in der an vier Tagen unverändert agierenden Startsechs wünschen wollen. IM Franz Hölzl steuerte 1,5 Zähler bei. Die Einzelresultate: Je 3:3-Endstand gegen Ottakring, Absam, Feffernitz sowie 5,5:0,5-Kantersieg über Oberösterreichs St. Valentin.
Finales Resümee: Der Auftakt in der Primeetage stand sehr im Zeichen der „Underdogs“, die teilweise den Favoriten ihren Stempel doch sehr eigenwillig mit offenbar bärenstarker Vorbereitung und anschließender nahezu perfekter Darbietung aufdrückten. Auszugsweise wie bereits erwähnt der Streich von Johannes Steindl im Ottakringer-Dress gegen deutschen GM Uwe Bönsch, der trotz 3 Folgesiegen danach knapp 2-Elopunkte abschreiben musste. Auch der begnadete lettische Supertaktiker GM Andrei Shirov hatte sich sein Sensationsdebüt bei Jenbach auf Brett zwei wohl anders vorgestellt, kam über drei weitere Remis, nach unnötigem Verlust gegen Weltnummer 12, Harakrishna, nicht hinaus. Inkludiert dabei ist auch das „lockere“ Remis von IM Harald Schneider-Zinner. Über das beste Einzelresultat mit 3,5 Zählern darf sich GM David Shengelia freuen. Beachtung ferner erzielt auch das Debüt des „Deutschen Schachprinzen“ GM Dennis Wagner (Jenbach) und Landsmann GM Martin Krämer, Wulkaprodersdorf, mit jeweils drei Punkten im Rucksack. Last but not least gelang auch FM Florian Mesaros (Wulkaprodersdorf), mit drei Punkten, eine sehr feine Darbietung. Apropos österreichischer Nachwuchs: da fehlt noch IM Valentin Dragnev, seine 2,5 Punkte untermauern zudem seinen anvisierten Sprung zum GM-Titel und ins österreichische Nationalteam.