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Faak-Open-Aus erlebt Favoritensieg & Riemelmoser Veröffentlicht am: 22.08.2016   Autor: von Alfred Eichhorn

Topfavorit GM Istratescu brachte mit Punkterekord 32. Stelldichein der Faaker See Open vor drei Zunftkollegen unter Dach und Fach. Dahinter zieht sich Lokalmatador Franz Riemelmoser mit bärenstarkem Endrang fünf souverän zum besten Österreicher.

Siegerfoto Faakersee Open 2016

Zwar etwas kleiner als sonst, dafür aber um einen Qualitätslevel höher sowie um einen packenden Zielspurt mehr im Ablaufprozedere endete das diesjährige Schachfestivel im Kulturhaus Latschach der Gemeinde Finkenstein. Dafür zeichneten vor allem zwei internationale Protagonisten, zum einem die französische Saalnummer eins, mit 45-jährigem, gebürtigen Rumänen Andrei Istratescu und zum anderen der siegverwöhnte, ja bereits zum Saalinventar gehörende Schachbelgier, Dauerbrenner GM Vadim Malakhatko mit ukrainischen Wurzeln.  Doch selbst acht von ihm ins Endklassement zugeführte Punkte langten diesmal zur Titelverteidigung nicht, wurden um einen halben getoppt vom neuen „Faaker-See-König“, Istratescu, zum Rekordscore mit 8,5 Endpunkten. Sein halber Punkteverlust war aber definitiv der Qualität im direkten Duell mit Verfolger Malakhatko geschuldet. Dessen Ehefrau, IM Anna Zozulia, die Vorjahresvierte, wurde auf der Acht beste Amazone. Rang drei sicherte sich mit einem direkten Schluss-Sieg Norwegens GM Ruud Janssen (7 Pkte.) über erstem Verfolger GM Andrey Orlov aus Russland, die Sechseinhalb im Haben. 

Der heimische „Saalkönig“ heißt freilich FM Franz Riemelmoser. Der Super-Kombinierer kürte sich just selbst mit seiner fantastischen Turnierpräsenz, nicht nur dingfest gemacht an tollen 6,5 Endpunkten, sondern quasi auch an permanentem Aufenthalt an der Spitze. Herzliche Gratulation an den regionalen „Brettstrategen“, der nur vom neuen Champion sowie Dritten in die Schranken gewiesen werden konnte. Der 48-Jährige untermauerte seine Lokalmatador-Rolle, Faak am See wohnhaft, mit einer klasse Leistung – nicht nur zur Freude seines Vereins Askö ESV Admira Villach. Zu Cash prämiertem Top-6-business jonglierte sich ferner Italiens FM Renzo Ramondino. 

Eine starke achttägige Präsenz zeigte auch Matthias Eder, Schachfreunde Graz, mit schmuckem Endrang sieben (!) zum zweitbesten Österreicher mit seinen ca. 26 Jahren.  Am Schlusstag besiegt er Kärntens amtierenden Allgemeinen Landesmeister Markus Fasching. Die Top 10 komplettierte noch Steirer & HTL Mössingerstraße-Absolvent Jurij Khalakhan. Die Kommando- und Organisationszentrale leitete Josef & Marko Gallob sowie FA Gert Tscheinig.

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