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Ein Doppeltriumph für Teuschler & Schachinger Veröffentlicht am: 29.08.2014   Autor: von Alfred Eichhorn

Barbara Teuschler ist nach Sieg über Mira auf Titelkurs. Rivalin Hapala vergibt Gewinn gegen Exler. Schachinger gewinnt den Hit nach Diermairs Fauxpas glücklich und erobert solo mit Punkt Vorsprung Rang eins.

Der Steirer IM Mario Schachinger  ist auf gutem Wege zu seinem ersten ÖS-Titel nach der 6. Runde im Gemeinschaftshaus Feistritz. Freilich wurde in diesem Duell sein Landsmann IM Diermair zur tragischen Figur, der in überlegener Stellung im 63. Zug den starken Vorteil aus der Hand gibt und drei Züge später sogar – wohl bitter enttäuscht –das Handtuch werfen muss. Na ja, so grausam ist Schach manchmal. Man hätte ihm seinen allerersten Titel ja von Herzen gegönnt. 

Wie überhaupt dieser 5. Spieltag Schachinger in die Hand spielt: Denn GM Shengelia schlägt IM Schreiner, der nun seinen im Vorjahr eroberten Titel nicht mehr verteidigen kann. 

Neu im Verfolgerquartett mit je 4,5 Punkten sind der oberösterreichische FM Sandhöfner, der IM Pötz niederringen konnte und damit morgen am Spitzenbrett Schachinger den Fehdehandschuh hinknallen wird. Und gut in Form gespielt hat sich auch der Vorarlberger Ex-ÖS IM Georg Fröwis mit einem leichten Sieg gegen FM Halvax, der sich schlichtweg mit Schwarz prächtig  veropferte.

Zudem darauf bauen kann, dass sein Kontrahent Diermair noch angeschlagen sein wird. Mal schauen. „Oldie“ Danner zeigt sich wieder von seiner besseren Seite, holt sich das Generationenduell über Menezes. Er trifft morgen auf Shengelia am dritten Spieltisch. 

Die Niederösterreicher IM Schroll & Denk trennen sich von Kessler & Schnider mit Remis. 

Newrkla kann Titelgeschäft beleben

Wohl auch bei den Damen ist eine kleine Vorentscheidung im Hinblick auf den Titel gefallen. Barbara Teuschler (5,5 Pkte.) nimmt die Hürde IM Mira scheinbar leicht, profitiert aber von einem schlechten Damenzug Miras und kann mit taktischen Folgezügen in bereits klar besserer Stellung den Sack zügig zumachen. Und erlebt dann quasi mit wie ihre Hauptrivalin Hapala ihre Gewinnstellung über Titelverteidigerin Exler Zug für Zug bis hin zu ungleichen Läufern ins Remis vermasselt. Damit hat die Steirin allerbeste Karten auf ihren allerersten ÖS-Titel im Normalschach.

Ich glaube im Schnellschach war sie schon erfolgreich. Ihre nächste Aufgabe lautet Newrkla, auch kein leichtes Unterfangen, aber immerhin hat sie dabei Weiß. Umgekehrt muss die Wienerin wohl alles dran setzen, um zum ganzen Punkt zu kommen. Mal schauen, wohin die Reise in dieser Vorentscheidung für beide morgen ab 14 Uhr unter den Augen Hartls und Löschers gehen wird. 

Hapala (5) hat Nachzug gegen Schnegg (3,5). Und auf Brett 3 gibt’s das Ländle-Generationenduell vom Annika Fröwis (3,5) mit Mira, die vier Zähler bislang aufs Konto brachte. Wer holt sich das Burgenlandderby – Exler oder Maria Horvath? Im Schachsport pendelt man von Wien nach Burgenland – sonst meistens umgekehrt.

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